5 Gründe, warum Sie eine Patienten­verfügung bei Afilio erstellen sollten

Von Ärzten und Notaren empfohlen

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Grund 1: Im Notfall selbst entscheiden

Mit einer Patienten­verfügung können Sie Ärzten und Angehörigen mitteilen, welche medizinische und pflegerische Behandlung Sie im Ernstfall wünschen. Die Patienten­verfügung kommt allerdings nur dann zum Einsatz, wenn Sie einwilligungsunfähig sind, anderen Ihre Wünsche also nicht mehr selbst mitteilen können. Das kann der Fall sein, wenn Sie nach einem Unfall bewusstlos sind, im Koma liegen oder durch den schweren Verlauf einer Krankheit nicht mehr in der Lage dazu sind, sich selbst zu äußern.

Die Patienten­verfügung ist für Mediziner, Pflege­kräfte und Angehörige bindend.

Die Bindungswirkung entfaltet das Dokument allerdings nur, wenn es hinreichend konkret formuliert und auf die vorliegende Lebens- und Behandlungs­situation anwendbar ist. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Grund 2: Verantwortung tragen für das eigene Wohl

Was passiert ohne Patientenverfügung?

Wenn im Ernstfall keine aktuelle Patienten­verfügung vorliegt, trägt ein Bevollmächtigter oder ein vom Gericht bestellter Betreuer die Verantwortung und muss gemeinsam mit den behandelnden Ärzten über die anstehende Behandlung des Betroffenen entscheiden. Dies kann im Ernst- und Notfall sehr belastend für die Beteiligten sein.
Dasselbe gilt, wenn eine bestehende Patienten­verfügung nicht konkret genug formuliert oder nicht auf die vorliegende Lebens- und Behandlungs­situation anwendbar ist. Zwar sind Ärzte und gesetzliche Vertreter auch in diesem Fall an den Patientenwillen gebunden, jedoch können sie ohne eine schriftliche Verfügung des Betroffenen darüber lediglich mutmaßen. Das Gesetz zur Patienten­verfügung schreibt vor:

„Der mutmaßliche Wille ist aufgrund konkreter Anhaltspunkte zu ermitteln. Zu berücksichtigen sind insbesondere frühere mündliche oder schriftliche Äußerungen, ethische oder religiöse Überzeugungen und sonstige persönliche Wertvorstellungen des Betreuten.“ (§ 1901a BGB)

Im Zweifel bedeutet das, dass die an der Entscheidung Beteiligten vom Überlebenswillen des Patienten ausgehen und alles medizinisch Mögliche getan wird, um sein Leben zu erhalten – auch um den Preis eines Daseins in vollkommener und anhaltender Abhängigkeit von lebenserhaltenden Maschinen.

Immer wieder kommt es auch zu Gerichtsprozessen, wenn Familienmitglieder bzw. Angehörige und Ärzte unterschiedlicher Auffassung darüber sind, wie der Betroffene behandelt werden sollte. In solchen Fällen werden schwerkranke Patienten manchmal noch über Jahre hinweg am Leben erhalten, obwohl sie dies womöglich für sich abgelehnt hätten. Das Thema Patienten­verfügung und Ethik wird nach wie vor kontrovers diskutiert, tragen Sie also selbst die Verantwortung für Ihr eigenes Wohl!

Fallbeispiel
Ein 82-jähriger Demenz-Patient ohne Patienten­verfügung wird fünf Jahre am Leben erhalten

Was passieren kann, wenn Sie sich nicht mit dem Thema Patienten­verfügung auseinandersetzen, zeigt der Fall eines 82-jährigen Demenz-Patienten. Der Mann war 2006 an einer schweren Demenz erkrankt, konnte sich nicht mehr bewegen und auch keinen Kontakt mehr zu seinem Umfeld aufnehmen. Eine Patienten­verfügung hatte er nicht verfasst. Der Hausarzt entschied, seinen Patienten über eine Magensonde künstlich zu ernähren und damit sein Leben zu verlängern. Der Sohn des Mannes klagte nach dem Tod seines Vaters und erklärte, dass die künstliche Ernährung ab 2010 „nur noch zu einer sinnlosen Verlängerung des krankheitsbedingten Leidens“ geführt habe. Er forderte Schmerzensgeld, was der Bundesgerichtshof in einem Urteil 2019 allerdings ablehnte. Die Richter erklärten, dass ein Weiterleben nicht grundsätzlich als Schaden angesehen werden könne und kein Dritter darüber urteilen könne, ob eine Person weiterleben sollte oder nicht. Hätte der Patient eine entsprechende Verfügung geschrieben, hätte sein Arzt nach seinen Wünschen handeln können.

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Grund 3: Genau entscheiden, welche Maßnahmen im Notfall ergriffen werden

Es mag Diagnosen geben, die für Sie so schlimm sind, dass Sie unter keinen Umständen weiterleben möchten. Dies könnte beispielsweise sein, wenn Sie nach der Behandlung künstlich ernährt oder maschinell beatmet werden müssten. Ebenso könnte es sein, dass Ihnen ein Organ transplantiert werden müsste, Sie aber unter keinen Umständen aus ethischen oder anderen persönlichen Gründen einer Transplantation zustimmen würden. Regeln Sie also genau im Vorhinein, welche Maßnahmen im Ernstfall durchgeführt werden dürfen und welche nicht.

Eine genaues und ausführliches Beispiel mit allen Fragen und Erklärungen finden Sie in diesem Artikel Patienten­verfügung: Kostenloses Formular und Mustervorlage.

Grund 4: Eine Patienten­verfügung erstellen, die in der Praxis wirksam ist

Eine aktuelle, einwandfrei formulierte Patienten­verfügung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Ihre Wünsche umgesetzt werden können. Außerdem muss sie rechtsgültig sein und den Vorgaben aus § 1901a im Bürgerlichen Gesetzbuch entsprechen. Welche Vorgaben das sind und wie Sie Ihre Wünsche in der Praxis durchsetzen, erklären wir in unserem Artikel "So ist Ihre Patienten­verfügung im Notfall wirksam".

Damit wichtige Entscheidungen nach Ihrem Willen getroffen werden können, muss Ihre Patienten­verfügung auch einsehbar sein. Mit dem Notfallabruf gehen Sie sicher, dass sowohl Ärzte als auch Angehörige direkt auf Ihre Dokumente zugreifen können.

Grund 5: Kostenlos und rechtswirksam eine Patienten­verfügung erstellen

Mit Afilio gehen Sie sicher, dass sowohl die rechtlichen als auch die medizinischen Anforderungen an eine wirksame Patienten­verfügung erfüllt sind, und das alles komplett kostenlos. Probieren Sie es aus!

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